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108 Kilometer durch die milde Nacht bei Koblenz

March 15, 2011

Nach dem Countdown folgt der Schlusspfiff.
Der RheinBurgenWeg-Lauf ist vorbei. Schade eigentlich.

Vorbei sind insgesamt rund 24 Stunden Gemeinsamkeit, gemeinsamen Erlebens und gemeinsamen Leidens. Und das Resumée der meisten Teilnehmer war ähnlich. Die Strecke war sehr hart, härter als man sich das außerhalb der Alpen erwartet hat, aber sie war auch sehr, sehr schön.
Der häufige Blick auf den gewundenen Rhein, der in der Nacht schwarz zwischen den angrenzenden Bergen liegt, hatte schon etwas Mystisches.

Begonnen hat die Veranstaltung bereits in Bingen, wo sich zwei Drittel der Läufer trafen, um gemeinsam “wie bei einem Schulausflug” (Zitat Susanne Alexi) im Zug nach Koblenz zu fahren.
Dort angekommen gab es ein großes Hallo auch mit dem restlichen Drittel, die in der Koblenzer Bahnhofshalle schon einen von Claus F. Berthold zur Verfügung gestellten Startbogen aufgestellt hatten, garniert mit einem 230cm langen Plakat. Und von der “Romantischer Rhein Tourismus GmbH” kam noch ein schickes Roll-Up, damit das Gruppenfoto farbig und ansprechend wurde.
Drei Polizisten, die am Anfang skeptisch dreinschauten, wurden zunehmend lustiger, als sie erkannten, dass sich hier nicht einzelne Verrückte treffen, sondern dass hier etwas “Offizielles” stattfand.

Und Marion Barber von der “Romantischer Rhein Tourismus GmbH” bedankte sich dafür, dass wir ausgerechnet diesen Weg für uns ausgesucht hatten und dann schickte sie insgesamt 19 Läufer Richtung Bingen.


Ein ganz besonderer Dank von mir gebührt dabei den Besetzungen der drei Verpflegungspunkte.

VP1 haben Martina und Michael Irrgang übernommen und gesponsort, alleine das ist schon bemerkenswert. Wenn dann aber Michael dort sogar noch seinen Geburtstag gefeiert hat und zudem ein wenig traurig war, nicht als Läufer dabei sein zu können, dann ist diese Lösung am VP1 geradezu sensationell gewesen.
Außer einem Geburtstagsständchen hatten wir nicht allzu viel Zeit, uns hier dankbar zu erweisen, aber ich bin sicher, dass Michael weiß, wie sehr man sich an solchen Punkten um sich selbst kümmern muss, gerade dann, wenn der warme Tag in die Nacht übergeht.
Ein kleiner verspäteter Dank ist aber dennoch per Post an die beiden unterwegs …

VP2 wurde von Tom Siener, der als Läufer ganz vorne dabei war, und dem Schloss Rheinfels gesponsort. Was hier aufgefahren wurde, war wirklich unglaublich!
Tom hatte für PowerBar Riegel, Shots und Gels gesorgt, für Studentenfutter und andere Knabbereien und die Hotelküche offerierte eine warme Suppe, die sogar in Porzellantassen gegessen werden konnte. Butterbrote, Obst, Getränke, alles war da. Eigentlich sollte man jeden Lauf irgendwie über das Schloss Rheinfels leiten – bei so einem Angebot!

VP3 wurde von Antje, Axel und Roman gestemmt. Die drei hatten den wohl schwersten Job, immerhin war es in der späten Nacht kalt, die Laufgruppen hatten sich deutlich auseinander gezogen und die meisten Läufer sahen schon irgendwie geschafft aus. Es waren also nur wenig Chancen, Lustiges zu hören, dominant war eher das Jammern der Läufer.
Aber alle Läufer wurden von den Dreien mit Applaus empfangen und fotografiert, für jeden gab es neben einer heißen Suppe viele warme Worte. Die drei Mainzer “Bretzelwetzer” haben ihre Sache fantastisch gemacht und Axel hat zum guten Schluss sogar noch für ein Highlight gesorgt, dass unvergessen bleibt.
Er gestaltete derart schöne Teilnahme-Urkunden, dass Thomas Hagel am Ende geschrieben hat:

“… Es war ein unbeschreibliches Erlebnis für mich und dann am Ende noch der Kollege mit den Urkunden, ich habe über 60 von den Dingern, 2 sind gerahmt, mein 1. Wettkampf überhaupt und mein 1 .Marathon und die hier bekommt einen Rahmen für den schönsten Lauf, die tolle Orga und Verpflegung und die SCHÖNSTE Urkunde!!!!
Vielen Dank für das tolle Wochenende!!!!”


Überhaupt waren es die Läufer wie Thomas Hagel, die aus diesem Wochenende ein echtes Läufer-Genusswochenende gemacht haben. Benno Hellwig, der eine Etappe bis zum VP1 lief, Steffen Helbig, der mit Susanne Alexi und mir im Kult-T-Shirt der legendären TorTOUR de Ruhr startete, aber am VP1 mit Hüftproblemen aussteigen musste, Tilman Markert, der Marathon des Sables Finisher, der am VP2 Schluss machte, Claus Berthold, der vom VP3 bis ins Ziel dabei war und die, die die komplette Strecke liefen, Susanne Alexi, Hans-Peter Gieraths, eben Thomas Hagel, Guido Huwiler, der seinen ersten “Hunderter” hervorragend bewältigte,  die “Schlümpfe” Brigitte Mollnar und Sascha Kaufmann, der sich trotz Problemen bis nach Bingen gekämpft hat, mein Mitorganisator Achim Knacksterdt natürlich, die beiden “Runningfreaks” Melanie und Steffen Kohler, der seinen ersten wirklich langen Lauf nach der Leisten-OP durchstand, Jochen Kruse, dessen Frau Annette völlig überraschend für den “VP1/2” gesorgt und sonst auch alle umsorgt hat, Jürgen Mosler, Torsten Riemer, der meine erste Nacht beim “Nürnberg-Nürburg-Lauf” supporten will, Tom Siener und Joachim “Josi” Siller, einer härter als der andere, auf alle schaue ich voller Bewunderung.

Das Internet ist voll von Bildern von diesem Lauf, stellvertretend für viele steht dieses Picasa-Album von Joachim:
https://picasaweb.google.com/leichterlaufschuh/RBW2011# und Steffens Album auf seinem Blog:
http://runningfreaks.de/files/Bilder.zip

Am allerbesten allerdings gefiel mir etwas von einem, der leider nicht dabei sein konnte.
Manfred Wattenbach hat sich eine “subkurze” Ultra-Pause auferlegt, um zu regenerieren und auch, um für seine Familie da zu sein. Das hinderte ihn allerdings nicht, diese schöne Grafik für den RBW zu gestalten:

Schade nur, dass Achim nicht auf der Grafik zu sehen ist. Aber wie schrieb Manfred dazu so schön:
“Wer nicht auf Facebook ist, den bestraft das Leben!”

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2 Comments leave one →
  1. Manfred permalink
    March 16, 2011 10:13 pm

    Ich wollte keine Werbung für Facebook machen, da gibt es genügend Kritisches … ich habe nur ein paar brandaktuelle Fotos aus FB von vor dem Start für die verwendeten Läuferfotos benutzt … leider war Achim nicht dabei. Aber inzwischen gibt es ja genügend Fotos vom Lauf, vielleicht mache ich ja noch eine zweite Variante des 7Berge- Plakats, aber vor Sonntag wird das nichts werden, da ich diese Woche unterwegs bin … 🙂

    • March 17, 2011 4:50 am

      Lieber Manfred,

      so habe ich das auch nicht gemeint. Dein Kommentar fiel nur insofern auf fruchtbaren Boden, weil ich derjenige bin, der stets für Facebook wirbt.
      Und ich hatte Achim auch schon mal dorthin eingeladen, allein, er hat es noch nicht getan.

      Aber nach dem Lauf hat er gesagt, dass er sich vielleicht doch mal dort anmelden sollte …

      Eine zweite Variante dieses Film, den “Director’s Cut” gewissermaßen, wäre wirklich super …

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