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Streckenbesichtigung, die 2te: Bacharach – Bingen

January 17, 2011

Heute habe ich (Achim) mich spontan entschieden, meinen freien Tag (es leben amerikanische Feiertage) zu nutzen, um das letzte Teilstück des RheinBurgenWege-Laufs abzulaufen.
Laut Karte sollten es gut 32 km mit 1266 hm sein. Meine Warze am Fußballen schmerzte immer noch ganz ordentlich, doch ich habe mich entschlossen, dies ab jetzt zu ignorieren. So kann es ja nicht weiter gehen. Also machte ich mich kurz nach 9:00 Uhr mit dem Auto auf den Weg nach Bingen.
Von dort sind es nur 11 Minuten mit der Regionalbahn nach Bacharach, dem Ausgangspunkt dieses Teilstückes. Ich wanderte hoch zur Burg Stahleck, machte mich dort lauffertig, schrieb eine kurze Ätschi-Bätsch-Du-mußt-arbeiten-SMS an Tom und auf ging’s.

In moderatem Tempo, denn ich wollte ja die Strecke für März testen, folgte ich dem Weg. Nur bergauf bin ich die meisten Steigungen gelaufen. Ich denke, im März werden werden diese, mit dann 75 km mehr in den Beinen, wohl eher gehen.

Ich will Euch nicht mit ‘dann lief ich hoch, dann links dann runter ‘ langweilen, sondern ein paar meiner Erkenntnisse vom heutigen Tage zusammen fassen.

Strecke:
Die Strecke ist abwechselungsreich, gut laufbar, eine gute Mischung aus steilen Trails bergauf/bergab und breiteren, entlastenden Wanderwegen. Der Asphaltanteil ist minimal. Ein Blick auf den Kalender hätte mir verraten, daß ich besser die GoreTex-Trailschuhvariante angezogen hätte.

Sehenswertes:
Es liegen noch ein paar nette Burgen am Wegesrand, so zum Beispiel die Burg Hohneck in Nieder-Heimbach. Es gibt viele wunderschöne Ausblicke. Jedenfalls vermute ich dies. Denn leider war das Rheintal während des ganzes Laufes in Nebel gehüllt. Aber es gab viele Bänke mit Blickrichtung Rhein, wie mir meine Karte gesagt hat. Und die würden da ja nicht stehen, wenn es keinen schönen Ausblick gäbe. Also habe ich mir immer, wenn ich eine Bank gesehen habe, gesagt: “Ach, ist das schön hier”.

Orientierung:
Der Rheinburgenweg gilt ja, wie der Rheinsteig, als unverlaufbar :-). Prinzipiell kann man sagen, daß der Weg tatsächlich sehr gut beschildert ist. Aber, wie beim Rheinsteig, muß man natürlich immer die Augen auf halten. Natürlich habe ich mich wieder öfters “verlaufen”. Also eigentlich nicht wirklich verlaufen, sondern eben nur ein paar hundert Meter zu weit gelaufen und wieder umgedreht. Aber das summiert sich ja auch. Zweimal kam das nächste Schild erst nach einer ganzen Weile, so daß ich schon wieder zurück gelaufen war, weil ich dachte, ich sei falsch.
Nur eine Stelle habe ich entdeckt, an der tatsächlich ein Schild falsch angebracht ist. Kurz vor Nieder-Heimbach gibt es eine Viererkreuzung, eigentlich sogar eine Fünfer, weil sich ein Weg nochmal teilt:
Da geht das Schild geradeaus weiter, man weiß aber nicht genau auf welchen Weg. Ich bin also erst rechts ca. 500 m, zurück, links ein paar hundert Meter, zurück. Wieder rechts, diesmal 1 km, zurück. Links, diesmal mit dem Abzweig, zurück. Schließlich bin ich scharf links gelaufen, ein U-turn sozusagen. In die Richtung zeigt das Schild aber 100%ig nicht. Ich zeige es Euch gerne. Dies war jedoch der richtige Weg. Aber das weiß ich ja jetzt.

Kurz nach dem Schweizerhaus muß man auch noch aufpassen, erstens muss man halbrechts laufen, nicht geradeaus, außerdem müssten die Schilder dort mal nachgemalt werden.
Direkt in Bingen war ich schon unten im Ort, auf dem Asphaltweg bergab rollte es so schön. Doch man muss einige hundert Meter weiter oben nochmal quer rein ins Gehölz. Und da ich ja den richtigen Weg finden wollte, bin ich also wieder zurück (obwohl ich ja schon am Ziel war). Das war eine Überwindung.

Ich denke, hierfür hat sich der Testlauf schon gelohnt. Denn dort, wo ich mich verlaufen habe, werden wir uns im März wohl nicht verlaufen. Und da, wo ich richtig gelaufen bin, doch hoffentlich auch nicht.

Zeit und Distanz:
Unterm Strich standen bei mir 39 km in 5:35 Stunden zu Buche. Ich habe bis zurück zum Bahnhof gemessen und Pausen und verwirrtes Rumstehen nicht abgestoppt. Ich bin also etwa 7 km/h gelaufen. Am Ziel war ich aber noch sehr gut beisammen, habe mich also keineswegs verausgabt. Aber wie gesagt, im März werden wir etwa 75 km mehr in den Beinen habe, so daß ich denke, der 5,5 – 6 km/h Schnitt ist nicht abwegig, wenn man die VP’s und die Gruppendynamik bedenkt. Etwas irritiert bin ich von den 6.5 km mehr, die ich gegenüber der Karte gelaufen bin. Ein km ist dem Rückweg zum Bahnhof zuzuordnen, aber auch 5,5 km habe ich mich nicht verlaufen (glaube ich). Also sollten wir uns vielleicht auf ein paar extra km einstellen.

Markante Stellen:
Der Anstieg auf den Palmkopf kurz vor Trechtinghausen hat es in sich. Mit dann ca. 95 km in den Beinen wird das ein rechter Spaß werden. Und wir werden den dann wohl mit Sicherheit gehen.
Kurz vor dem Ziel gibt es im Binger Wald ein Zickzackgewirr von kleinen Holzbrücken, die über ein sich schlängelndes Bächlich spannen. Ich könnte mir vorstellen, daß uns diese einige Flüche entlocken werden. Ansonsten, wie gesagt, gutes Gemisch aus Trail- und Waldwegen.

Nächste Streckenbesichtigung:
Am Wochenende werde ich mir den Abschnitt von Bad Salzig nach Bacharach vornehmen. Dann stehen laut Karte 40,6 km und 1792 hm auf dem Programm. Dann vergesse ich auch die Kamera nicht. Ich bin noch nicht sicher, ob ich Samstag oder Sonntag laufe. Wahrscheinlich aber eher Samstag, dann bleibt ein Tag mehr bis Rodgau.
Falls sich mir jemand anschliessen möchte, sagt mir Bescheid.

Gruss

Achim

One Comment leave one →
  1. January 18, 2011 5:52 pm

    Hej Achim,

    danke für den Bericht.
    Deine “ätsch-bätsch” SMS habe ich bekommen, ich wäre lieber gelaufen …

    Aber “laufen lassen” hat auch was …

    Aber mal im Ernst: ich bin sehr sicher, dass wir alle gut beraten sind, alle Steigungen zu gehen. Ganz in dem Stil, in dem Rolf Mahlburg seine Truppe führt.
    Zeit haben wir genug und so können wir noch mehr miteinander quatschen.

    KEEP ON RUNNING!

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