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B Nein …

January 16, 2011

Achim und ich waren also gestern die Strecke inspizieren. Aber wir haben wohl mit diesem Samstag den “ganz falschen Tag” erwischt.
Es hätte doch so einfach sein können: wir treffen uns und fahren die B 9 entlang, legen die Verpflegungspunkte VP1 bis VP3 fest, schauen uns den Start und das Ziel genauer an, legen das Partylokal und die Duschmöglichkeiten im Zielbereich fest und fixieren die Startstrecke.
Aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass sich die B 9 in die “B Nein” verwandelt hatte …

Wir starteten in Oberwesel bei der ARAL Tankstelle, die sich als eine E/D Tanke entpuppte. Das war aber weniger störend als die Tatsache, dass es dort keine Zapfsäulen mehr gab.
Die wurden sicherheitshalber abgebaut, weil das sich Hochwasser des Rheins bis auf wenige Meter an die Tankstelle herangeschlichen hat. Die Bundesstraße war natürlich ab diesem Punkt gesperrt.

Das Hochwasser reicht bis direkt an die Tankstelle heran ...

Eine weitere Enttäuschung war, dass die Tankstelle sowieso nur bis 20 Uhr geöffnet gehabt hätte, zu kurz für unsere Zwecke. Auch der REWE Laden direkt nebenan würde um 22 Uhr schließen, wenigstens eine halbe Stunde zu früh, wenn wir unsere Geschwindigkeit vorsichtig schätzen.
Also dachten wir, dass wir erst einmal nach Bacharach fahren sollten. Da die B 9 aber zur “B Nein” geworden war, hieß das, erst mal aus dem Tal auf den Berg zu fahren, um dann wieder ins Tal zu kommen. So werden aus 8 Kilometern auf der Bundesstraße schnell mal 20 Kilometer und mehr auf krummen, steilen und engen Landstraßen.
Und weil diese Sperrung der “B Nein” nicht die einzige Sperrung auf der Strecke war, ging es oft hoch und wieder runter, immer wieder …
… Laufen, sagte Achim, wäre weniger anstrengend gewesen.

Ob wir in Rhens waren, in Bingen oder wo auch sonst, überall war Hochwasser, viel Hochwasser. Die Uferpromenaden und die “B Nein” sahen meist so aus:

Ganz am Ende des Tages haben wir uns noch den Start angesehen und wir gingen in Koblenz vom HBF in die Richtung, in der wir den Einstieg in den Rheinburgenweg vermutet hatten. Die Vermutung war aber grottenfalsch und wir konnten, am Fluss stehend, nicht einmal den Namen der Uferstraße feststellen, weil dort alles unter Wasser stand.
Wir wähnten uns an der Mosel, aber wir waren am Rhein, am vollkommen falschen Fluss. Es hat lange gedauert, bis wir den richtigen Weg zum Einstieg gefunden hatten. Und der Weg war viel länger als erwartet, eine öde Landstraße neben dem Friedhof, wirklich nicht schön.

“Kein guter Anfang für so einen Lauf,” dachten wir und wir haben beschlossen, hier noch mal ein wenig zu “feilen”. Lust, in die Stadt zurück zu laufen, hatten wir dann auch keine mehr, auch deshalb nicht, weil es angefangen hat, dunkel zu werden.
Also gönnten wir uns, ganz die vorbildlichen Ultraläufer, ein Bahnticket von Koblenz Moselweiß zum HBF Koblenz.

Spaß hat der Tag aber dennoch gemacht, wir haben viel gesehen, viel gelacht und ich bin mir sicher, dass wir unglaublich schöne Eindrücke von diesem Lauf mitnehmen weden. Und immerhin waren wir doch erfolgreich und haben die drei VP’s festlegen können:

VP1: Boppard (am Rheinufer)
VP2: St. Goar (Burg Rheinfels)
VP3:
Bacharach (Burg Stahleck)

VP2 und VP3 werden, dem Namen des Laufs entsprechend, auf einer schönen Burg sein. Und der VP1 wird genau hier sein:

Noch befindet sich viel Wasser auf der Strandpromenade, bald schon wird hier unser VP1 sein.

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